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Was ist 2nd Order Social Software?
The Web - Distribution im Hyperformat. Das World Wide Web ist ein über das Internet abrufbares Hypertext-System und eine mögliche Nutzung des Internets. Es ist die populäre Seite des Internets neben dem eher von wenigeren benutzten Telnet (und SSH), File Transfer (FTP), Gopher, Chat (IRC), und Newsgroups (News).
Die bekanntesten Nutzungen des traditionellen World Wide Web zerfallen in zwei Bereiche: In einen der passiven Rezeption und einen der privaten Kommunikation: In Internetseiten im Hypertextformat, die gelesen und in der Regel über eine Suchmaschine gefunden werden und in E-Mail-Verkehr.
Das Web 2.0 beschreibt die zweite Generation des World Wide Web, in dem dynamische Webseiten dafür sorgen, dass der Benutzer zum Mitautor wird und Informationen geteilt werden. Weblogs (Blogs), Wikis und standardisierte Hochlademöglichkeiten von Bildern, Texten, Video- und Audiotracks sind in dem Sinne soziale Software, als dass jeder im Internet publizieren kann. Die Formen, Formate und Strukturen der Publikation sind jedoch durch die Software vorgegeben und stehen nicht zur Disposition.
Die 2nd Order Social Software ist nicht nur eine soziale Software, sondern kombiniert Wikis, Blogs und Hochlademöglichkeiten dergestalt, dass nicht nur Inhalte distribuiert werden können, sondern auch die Formate und Strukturen gemeinsam und diskursiv erschaffen werden, in denen dann die Inhalte erscheinen.
Ein Beispiel für eine 2nd Order Social Software war das Radioprojekt reboot.fm. Die Teilnehmer des Projekts arbeiteten hier mit einer Software, die von den Beteiligten eigens für das Projekt geschrieben wurde und sowohl ihre Zusammenarbeit (von der Verteilung der Aufgaben, über Diskussion der Redaktionsmodelle, bis hin zu detaillierten Zeitplänen) und die Redaktion des Radios regelte (in einer flachen Hierarchie {Redakteur, Editor, Contributor}) als auch die Distribution und das tatsächliche Radioprogramm abspielte und automatisch auf der Internetseite anzeigte.
2nd Order Social Software erkennt man daran, dass nicht nur jeder Autor ist, sondern auch jeder Redakteur werden kann. Bei reboot.fm gab es regelmäßige weitgehend offene Redaktionssitzungen und ein internes Wiki, in dem symmetrisch und nicht hierarchisch kommuniziert wurde.
Diese symmetrische Kommunikation stellte die inhaltliche Basis für die konkrete Organisation dar, die sich ab einer gewissen Größe eines Projektes funktional ausdifferenzieren muss und damit asymetrische Verhältnisse hervorruft.
2nd Order Social Software kann sowohl von Gruppen als auch in Netzwerken eingesetzt werden.
2nd Order Social Software braucht eine Ebene der nicht hierarchischen und symmetrischen Kommunikation, aus der heraus sich dann Baumstrukturen, Arbeitsgruppen und asymmetrische Kommunikation entwickeln können. KESHMA eignet sich sowohl für Symmetrische Kommunikation als auch für Baumstrukturen und den Aufbau asymmetrischer Kommunikationsstrukturen, in denen Lese- und Schreibrechte differenziert vergeben werden.
Moderiert und unmoderiert können unterschiedliche Projekte entstehen, die sich für eigene mediale Formate und Spielregeln in Ab- und Anwesenheit entscheiden oder auf entsprechende Formate zurückgreifen. Die so entstandenen oder weiterentwickelten Verfahren, Spielregeln, Methoden und Formate sollen in das KESHMA CASE zurückgeschrieben und auf diese Weise anderen Projekten zur Verfügung gestellt werden. Hierfür wird anfänglich eine Moderation notwendig sein.